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Mythos SCL

Seit 34 Jahren gehören die SCL Tigers der obersten Spielklasse an. Der ewige Kampf gegen die reichen Stadtklubs und die äusserst erfolgreiche Juniorenarbeit machen den Mythos SCL aus.

Der SC Langnau beziehungs weise die SCL Tigers haben bereits 33 Saisons in der Nationalliga A hinter sich. Die Emmentaler haben, das ist unbestritten, die Geschichte des Schweizer Eis hockeys entscheidend mit geprägt. Unbestritten ist ebenfalls, dass die SCL?Fans zu den treuesten des ganzen Landes zählen. Sie durften Aufstiege feiern, litten aber auch bei Abstiegen und ernsthaften Existenzsorgen. Ob in guten oder schlechten Zeiten ? eines ist immer gleich geblieben: die Begeisterung für "ihren" SCL und den Eishockeysport.

1970er Jahre: Schweizer Spitze !
Am 2. März 1976 wurde der SC Langnau das bisher einzige Mal Schweizer Meister. Das ganze Emmental verwandelte sich in eine einzige Festhütte. In einer Zeit, da nicht mehr bloss über den Sport, sondern je länger desto mehr auch über das Geld und Management diskutiert wurde, war der Erfolg der Langnauer Dorfmannschaft umso überraschender und deshalb ganz besonders populär.



Die Langnauer hatten ihre allerbeste Zeit ausgerechnet zu einer Zeit, als die Konkurrenz aufzurüsten begann. Der SC Bern und der EHC Biel konnten sich langsam aber sicher kostspielige Verpfl ichtungen von Schweizer Internationalen und ausländischen Stars leisten, mussten aber die Dorfmannschaft aus dem Emmental trotzdem als ebenbürtigen Konkurrenten akzeptieren. Zwischen 1975 und 1981 dominierten die drei bernischen Klubs dermassen deutlich, dass nicht mehr von einer Schweizer, sondern von einer Berner Meisterschaft die Rede war. Es war auch so etwas wie ein Klassenkampf zweier Gesellschaften: die armen «Buure giele» vom Land gegen die reichen Städter. Oder Geld gegen Herzblut!

Berner Derbys: Ausnahmezustand!

Die Derbys zwischen den SCL Tigers (früher: SC Langnau) und dem SC Bern gehörten und gehören auch heute noch zu den Höhepunkten jeder Saison. Das Derby aller Derbys im Schweizer Eishockey hat nur sechs Buchstaben: SCL ? SCB. Ein echter Klassiker! Oder wie Alfred Bohren einmal sagte: "Derby ist nicht Alltag ? das ist Ausnahmezustand."

1990er Jahre: Drei verschiedene Ligen ...

Nach 24 Jahren in der obersten Spielklasse brachen für den SC Langnau Anfang der1990er-Jahre sportlich und wirtschaftlich ganz stürmische Zeiten an. 13 Saisons mit vier Auf- und Abstiegen und einer Millionenverschuldung wurden Tatsache. Von der Erstklassigkeit der NLA bis in die Drittklassigkeit der 1. Liga und wieder zurück. Diese Leidens- und Comebackgeschichte schaffte in den letzten zwei Dekaden neben den Langnauern nur noch der HC Davos! Seit acht Jahren - also seit 1998 - gehören die Langnauer wieder zur Elite des Schweizer Eishockeys. Das ganz grosse sportliche Ziel, die Playoffs, haben die Tigers jedoch bislang noch nie erreicht, obwohl vor zwei Jahren der sportlichen Führung unter Jim Koleff die mit Abstand teuerste Mannschaft der Klubgeschichte zur Verfügung stand.

Nach dem einen oder anderen waghalsigen Entscheid stehen die Tigers nun wieder fest mit vier Pfoten auf dem Boden. Die SCL Tigers AG - die Umwandlung vom SC Langnau in die Aktiengesellschaft erfolgte übrigens 1999 - hat die Zeichen der Zeit erkannt und geht seit dem Jahr 2005 nun wieder einen pragmatischen Weg, der den tatsächlichen wirtschaftlichen, politischen und sportlichen Begebenheiten rund um die SCL Tigers zu hundert Prozent Rechnung trägt!

Rekord im Stade de Langnau

Tatzenderby 2007 - Europarekord mit 30 076 Zuschauern.

Ein Derby, das alle Rekorde bricht

Das «Tatzenderby» im Stade de Suisse war der ultimative Eishockeyanlass der Saison 06/07. Mit 30 076 Zuschauern wurde der Europarekord fu¨r Liga-Eishockeyspiele gebrochen ? ein unvergessliches Kapitel in der traditionsreichen Vereinsgeschichte der SCL Tigers. Mit der Idee, das «Tatzenderby» im Stade de Suisse durchzufu¨hren, haben die SCL Tigers auf eindru¨ckliche Art und Weise auf sich aufmerksam gemacht. Sie haben sich damit als kreatives, dynamisches Unternehmen profiliert.

Mit einer nie da gewesenen Medienpräsenz konnten sich die SCL Tigers und das Emmental auf sympathische Art in der ganzen Schweiz präsentieren. 5

Tiger gegen Bären: Jeder wollte dabei sein.

Ein NLA-Spiel der anderen Dimension

Es war ein Spiel in anderen Dimensionen. Rund 1000 Angestellte und freiwillige Helfer wurden fu¨r das Spiel aufgeboten. 260 Journalisten waren akkreditiert. Innerhalb von 53 Stunden waren sämtliche Tickets ausverkauft.



Die technologischen Anforderungen waren nicht gering: Rund 200 000 Liter Wasser und 102 Kilometer an Kälteleitungen wurden für den Aufbau des zirka zehn Zentimeter dicken Eises gebraucht.

Dazu die beiden Head-Coaches:

  • John van Boxmeer, SC Bern: «Es war ein herausragender Event, etwas, das einem nur einmal im Leben geschieht.»
  • Christian Weber, SCL Tigers: «Es war ein unglaubliches Erlebnis, wir haben es genossen.»
    Weitere Infos zum Tatze-Derby finden Sie im «Tatze-Derby Blog»
 
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